{"id":19012,"date":"2022-09-19T14:58:05","date_gmt":"2022-09-19T14:58:05","guid":{"rendered":"http:\/\/bahai.be\/?p=19012"},"modified":"2023-10-08T14:36:38","modified_gmt":"2023-10-08T14:36:38","slug":"fussball-wm-emir-von-katar-wird-aufgefordert-die-diskriminierung-der-bahai-zu-beenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bahai.be\/de\/fussball-wm-emir-von-katar-wird-aufgefordert-die-diskriminierung-der-bahai-zu-beenden\/","title":{"rendered":"Fu\u00dfball-WM: Emir von Katar wird aufgefordert, die Diskriminierung der Bah\u00e1\u2019\u00ed zu beenden"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\"><span lang=\"de-DE\"><b><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-19025 alignleft\" src=\"http:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"421\" height=\"421\" srcset=\"https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-300x300.jpg 300w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-1024x1022.jpg 1024w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-150x150.jpg 150w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-768x767.jpg 768w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-570x570.jpg 570w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-500x500.jpg 500w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-1000x1000.jpg 1000w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar-700x699.jpg 700w, https:\/\/bahai.be\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/twitterQatar.jpg 1214w\" sizes=\"auto, (max-width: 421px) 100vw, 421px\" \/>Pressemitteilung<\/b><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><i>Bah\u00e1\u2019\u00ed-Gemeinden in aller Welt warnen im Auftakt zur Fu\u00dfball WM vor zunehmende Diskriminierung gegen ihre Glaubensgeschwister in Katar.<\/i><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Die Bah\u00e1\u2019\u00ed -Gemeinde Belgien \u00fcbergab gestern ein Schreiben an Seine Hoheit Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, den Emir des Staates Katar, in dem sie ihre Besorgnis \u00fcber die Diskriminierung, die Einschr\u00e4nkungen und die Menschenrechtsverletzungen zum Ausdruck bringen, denen die Bah\u00e1\u2019\u00ed in Katar seit Jahrzehnten ausgesetzt sind. Das Schreiben wurde von Vertretern der belgischen Bah\u00e1\u2019\u00ed -Gemeinde pers\u00f6nlich an die Botschaft von Katar in Brussel \u00fcbergeben.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Gefahr der Ausl\u00f6schung<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Auch hier in Ostbelgien sind wir besorgt angesichts der zunehmenden Diskriminierungswelle gegen die Bah\u00e1\u2019\u00ed, nicht nur im Iran, wo die Verfolgungen tiefe historische Wurzel haben, sondern auch in den Golf-L\u00e4ndern, insbesondere Jemen und Katar. Millionen von Bah\u00e1\u2019\u00ed leben in fast allen L\u00e4ndern der Welt, und wir verstehen uns als eine globale Gemeinschaft, die sich f\u00fcr das Wohlergehen der gesamten Menschheit einsetzt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Seit Jahren beobachten wir ein alarmierendes Muster von Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen gegen\u00fcber den Bah\u00e1\u2019\u00ed in Katar\u201c, sagt Annemie Vanormelingen, Beauftragter f\u00fcr Menschenrechtsfragen der Bah\u00e1\u2019\u00ed-Gemeinde in Belgien. \u201eDie schriftliche \u00dcbermittlung dieser Besorgnis an den Emir des Staates Katar zeigt, wie ernst die Lage ist. Es besteht die Gefahr, dass eine weitere religi\u00f6se Minderheit in einem Land des Nahen Ostens ausgel\u00f6scht wird.\u201c<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Schwarze Liste<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Die Bah\u00e1\u2019\u00ed sind seit \u00fcber 70 Jahren in Katar ans\u00e4ssig, also schon vor der Unabh\u00e4ngigkeit des Staates Katar, aber trotz dieser langen Pr\u00e4senz haben sie jahrzehntelang Diskriminierung erfahren. Die katarischen Beh\u00f6rden versuchen systematisch, die Bah\u00e1\u2019\u00ed aus Katar zu vertreiben, indem sie sie auf schwarze Listen setzten und deportieren und ihnen Gesch\u00e4ftslizenzen oder Arbeitserlaubnisse verweigern, selbst wenn sie bereits Arbeitsangebote von katarischen Unternehmen erhalten haben. Einer Reihe von Bah\u00e1\u2019\u00ed wurde auch ein F\u00fchrungszeugnis verweigert, obwohl sie nichts Unrechtes getan haben, was sie dann von der Besch\u00e4ftigung oder aus anderen Lebensbereichen ausschlie\u00dft.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Gegen einige Bah\u00e1\u2019\u00ed in Katar wurden nicht n\u00e4her bezeichnete und falsche Anschuldigungen in Bezug auf Kriminalit\u00e4t und nationale Sicherheit erhoben. Die schwarze Liste und die Ausweisungen haben Ehepaare und Familien getrennt und einige katarische B\u00fcrger gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen, um nicht von ihren nicht-katarischen Ehepartnern getrennt zu werden. Die meisten Bah\u00e1\u2019\u00ed in Katar, die auf die schwarze Liste gesetzt und abgeschoben wurden, sind in dem Land geboren und aufgewachsen, in Familien, die seit Generationen dort leben, und kennen keine andere Heimat.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span lang=\"de-DE\"><b>Berufssperre und Deportation<\/b><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Bah\u00e1\u2019\u00ed d\u00fcrfen in Katar auch nicht in \u201esensiblen\u201c Bereichen arbeiten, insbesondere nicht im Bildungswesen, obwohl sie jahrzehntelang im medizinischen Bereich, im Bankwesen, im Ingenieurwesen, im Sport, in den Medien, im Unternehmertum, in der \u00f6ffentlichen Politik, in der \u00d6l- und Gasindustrie, im Handwerk, im Rechtssystem, im Gesundheitswesen und in der Kunst t\u00e4tig waren und dort ihren Beitrag geleistet haben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">In einem Bericht der Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen f\u00fcr Minderheitenfragen und Religions- und Weltanschauungsfreiheit aus dem Jahr 2019 hei\u00dft es hinsichtlich der Lage der Bah\u00e1\u2019\u00ed, dass Katar \u201edie Menschenrechte in den Bereichen Religion und Kultur untergr\u00e4bt\u201c, was \u201eein beunruhigendes Muster der Diskriminierung von Personen aufgrund ihrer Religion oder Weltanschauung zu sein scheint\u201c. Die Sonderberichterstatter f\u00fcgten hinzu, dass sie \u201ebesonders besorgt\u201c \u00fcber \u201edie Deportation und die Aufnahme in schwarze Listen von Personen aufgrund ihres Bekenntnisses zu einer Minderheitenreligion\u201c seien.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span lang=\"de-DE\">Die Bah\u00e1\u2019\u00ed von Ostbelgien fragen, ob wir im Interesse des glatten Verlaufs eines Sport-Events von globaler Bedeutung, die Augen vor solchem Unrecht schlie\u00dfen sollen?<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung &nbsp; Bah\u00e1\u2019\u00ed-Gemeinden in aller Welt warnen im Auftakt zur Fu\u00dfball WM vor zunehmende Diskriminierung gegen ihre Glaubensgeschwister in Katar. Die Bah\u00e1\u2019\u00ed -Gemeinde Belgien \u00fcbergab gestern ein Schreiben an Seine Hoheit Scheich Tamim Bin Hamad Al Thani, den Emir des Staates Katar, in dem sie ihre Besorgnis \u00fcber die Diskriminierung, die Einschr\u00e4nkungen und die Menschenrechtsverletzungen zum Ausdruck bringen, denen die Bah\u00e1\u2019\u00ed in Katar seit Jahrzehnten ausgesetzt sind. Das Schreiben wurde von Vertretern der belgischen Bah\u00e1\u2019\u00ed -Gemeinde pers\u00f6nlich an die Botschaft von Katar in Brussel \u00fcbergeben. &nbsp; Gefahr der Ausl\u00f6schung &nbsp; Auch hier in Ostbelgien sind wir besorgt angesichts der zunehmenden Diskriminierungswelle gegen die Bah\u00e1\u2019\u00ed, nicht nur im Iran, wo die Verfolgungen tiefe historische Wurzel haben, sondern auch in den Golf-L\u00e4ndern, insbesondere Jemen und Katar. 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